BUNDESWEIT NEUES MARKENZEICHEN „GENERATIONENFREUNDLICHER BETRIEB“ FÜR OBER HOLZ & DESIGN

Kompetenz und Transparenz für Handwerksleistungen rund um altersgerechtes Wohnen

Mehring, Juli 2013 – Älteren Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind: Dieses Ziel steckt hinter dem vom Bundesfamilienministerium und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bundesweit neu eingeführten Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“, das der bedeutenden Rolle des Handwerks für diese Thematik Rechnung trägt. Die Mehringer Schreinerei Ober Holz & Design und die Winhöringer Zimmerei Holzbau GmbH Grübl wurden nun als die ersten Landkreisbetriebe mit diesem Kompetenz-Zertifikat bei der IHK ausgezeichnet.

Mit dem Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“ können sich seit 17. April  deutschlandweit Handwerksbetriebe, insbesondere in den Bau- und Ausbaugewerken, auszeichnen lassen. Voraussetzung ist, dass sie eine spezielle Schulung durchlaufen und entsprechende Beratungskompetenz nachweisen können.  Die Verbraucher erkennen somit auf den ersten Blick, dass der Handwerksbetrieb ein auf Service und Komfort ausgerichtetes Angebot bereithält.  Das Markenzeichen soll zudem Transparenz für Kunden schaffen und den Zugang zu den Dienst- und Beratungsleistungen der Betriebe erleichtern.

Unter den ersten 18 oberbayerischen Betriebe mit diesem Markenzeichen

Neben 16 weiteren Handwerksbetrieben aus ganz Oberbayern machten auch die beiden Landkreisbetriebe Ober Holz & Design aus Mehring sowie Zimmerei Holzbau GmbH Grübl aus Winhöring die Schulung im Bildungszentrum Rosenheim der Handwerkskammer mit. „Als Träger des Markenzeichens haben wir uns verpflichtet zur Generationenfreundlichkeit gegenüber Kunden und Mitarbeitern“,so Diplom-Ingenieur Thomas Ober, der den Mehringer  Handwerksbetrieb in der dritten Generation führt und der zusammen mit seiner Innenarchitektin Heike Aichinger diese Kompetenzschulung absolvierte. Zu den Verpflichtungen des Markenzeichens gehöre unter anderem  auch die Wissensweitergabe der Inhalte und Ziele des Markenzeichens an alle Mitarbeiter, das Angebot von Beratungen und Dienstleistungen, die auf Generationenfreundlichkeit ausgelegt seien, den Kunden individuelle Lösungen zur Schaffung von höchstmöglichem Wohnkomfort aufzuzeigen sowie die Vernetzung mit anderen Handwerksbetrieben.

„Generationenfreundliches Schreinerhandwerk in hoher Ausführungsqualität und Langlebigkeit, an die individuellen Bedürfnisse und mit Wunschdetails ausgestattet, die man so nicht von der Stange haben kann, das ist unsere Kompetenz“, erklärt Thomas Ober. Das fange beispielsweise beim Bau einer altersgerechten Küche an, bei der man bedienungsfreundliche Abstände mit 120 Zentimeter einplane, „um genügend Bewegungsfreiheit für eine Gehilfe oder einen Rollator zu haben“. Oder Barrierefreiheit ohne Bodenschwellen, 120 Zentimeter breite und nicht gewandelte Treppen (für den später möglichen Einsatz von Treppenliften). Oder der Einbau von Türen mit Durchgangsbreiten von mindestens 80 Zentimeter.

„Beratungskompetenz Pflicht vor der Kür“

„In den allermeisten Fällen werden solche Aspekte bei der Haus- und Einrichtungsplanung nach wie vor nicht berücksichtigt. Das kann dann später hohe Umbaukosten nach sich ziehen“, sagt die Innenarchitektin des Betriebs, Heike Aichinger. Versehen mit den Kompetenzinhalten des Markenzeichens „Generationenfreundlicher Betrieb“ könne die Ober Holz & Design nun auch für diesen Bereich alle Möglichkeiten der kompletten innenarchitektonischen Planung vornehmen und diese anschließend maß- und passgenau in der eigenen Schreinerei anfertigen lassen. „Voraussetzung für so ein Vorgehen ist das Eingehen auf die individuellen Wünsche und Gegebenheiten beim Kunden, hier ist Beratungskompetenz zum Thema Generationenfreundlichkeit die Pflicht vor der Kür“, sagt Thomas Ober.  

Laut IHK finden die nächsten Schulungen zum Markenzeichen im September 2013 in den Bildungszentren der Handwerkskammer in München und Ingolstadt statt. Informationen zum Markenzeichen gibt es unter www.generationenfreundlicher-betrieb.de .

Generationenfreundlicher Betrieb Ober Holz und Design 01

Ober Holz & Design als „Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“: Innenarchitektin Heike Aichinger, Diplom-Ingenieur Thomas Ober (rechts) und die Mitarbeiter des Mehringer Traditionsbetriebs verfügen über Planungs- und Umsetzungskompetenz für altersgerechte Wohnmöglichkeiten.

 Generationsfreundlicher Betrieb Ober Holz und Design 02

Genügend Bewegungsfreiheit für eine Gehilfe oder einen Rollator bei der Küchenplanung und Ausführung oder auch Barrierefreiheit berücksichtigen:  „Bei dieser von uns geplanten Küche wurden bereits solche Maßstäbe angelegt“, so Thomas Ober, im Bild mit Innenarchitektin Heike Aichinger.